Nina de la Chevallerie

Regisseurin, entwickelt und inszeniert Theaterstücke für das mit Luise Rist gemeinsam 2009 gegründete boat people projekt. Neben den Theaterstücken LAMPEDUSA, KEINSTERNHOTEL, MIKILI, ALL INCLUSIVE und ROSENWINKEL, BLACK BEAUTY, SCHATTENBOXER, EINE STADT VERÄNDERT SICH und HILFE! entstanden seither auch zahlreiche Performances und Kunstaktionen im öffentlichen Raum und große soziokulturelle Produktionen mit bis zu 50 beteiligten Menschen.
Nach ihrem Germanistik-Studium in Münster arbeitete sie als Regieassistentin und Regisseurin am TransitTheater Münster, Staatstheater Darmstadt, am Deutschen Theater in Göttingen (OTAHEITE im Rahmen des Norddeutschen Theatertreffens 2007) und am Jungen Theater in Göttingen (Spiel- und Videocollage, Stadtteilprojekt Grone).
Mit ihren soziokulturellen Projekten erhielt sie Einladungen u. a. zur documenta XII / Salon des Refusés. Sie inszeniert für und mit Unternehmen (dm-drogeriemarkt, BUDNI / Hamburg) und ist Mit-Initiatorin und Regisseurin von DIE JUNGEN KLASSIKER in Weimar.
Als Dozentin für Literatur und Theaterpraxis lehrt sie an der Fachhochschule Ottersberg für Theater im Sozialen. Workshops und Seminare gibt sie u.a. an der Evangelischen Akademie Loccum sowie in universitären und psychatrischen Einrichtungen. Gemeinsam mit Reimar de la Chevallerie entstanden seit 2013 mehrere Filmprojekte u. a. mit Heimatvertriebenen und Geflüchteten.

Zur Zeit beschäftigt sie sich mit einer Recherche über geflüchtete professionelle Bühnenkünstler*innen in Niedersachsen und plant eine Schauspielproduktion über die Klippen in der Zusammenarbeit in international zusammengesetzten Künstlerkollektiven (August/September 2017).

Außerdem inszeniert sie in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter Hans Kaul in Kooperation mit den Internationalen Händelfestspielen in Göttingen die Jugend -Oper LOTARIO von Händel. Es wirken ca. 40 Jugendliche bei diesem Projekt mit. Premiere ist am 6.Mai 2017 im Jungen Theater in Göttingen.