Preise und Referenzen


 

Bekanntgabe Nominierte für George Tabori Preis 2017

Mit dem George Tabori Preis vergibt der Fonds Darstellende Künste seit dem Jahr 2010 die höchste bundesweite Auszeichnung für Ensembles und Künstler*innen aus der freien Theaterszene.

 

Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016: junges boat people projekt und Bildwerfer ausgezeichnet für MORGENLAND 

Die Jurybegründung zu MORGENLAND als Preisträger in der Kategorie "Amateure"
"Wie ist es möglich, ohne professionelle Kenntnisse einen Film zu drehen? Nicht so schwer würden vielleicht viele sagen, denn das Internet ist voll von Tutorials und Programmen, die dabei unterstützen. Durch die digitale Technik ist dies kaum ein Problem. Doch wie kann es gelingen, einen guten Film zu drehen, der die Herzen der Zuschauer_innen berührt und zudem ein gesellschaftlich aufgeheiztes Thema von einer ganz neuen Seite beleuchtet?
Eine Gruppe von Jugendlichen aus Göttingen hat es – mit engagierter Unterstützung – geschafft! Mit ehrlicher Hingabe, großem visuellen und formalen Ideenreichtum und einem Augenzwinkern erstellen sie einen Film über ihre Träume. Ihre offenen Fragen und ihre poetischen Texte über Erfahrungen auf der Flucht, ihr Lebensgefühl und ihre Zukunftswünsche ermöglichen einen besonderen Zugang zu vielschichtigen Biographien.
(...)
Mit diesem tragisch-komischen und zugleich sehr liebevollen, poetischen Film haben es die Macher_innen geschafft, die Herzen der Zuschauer_innen zu berühren. Die Jury findet, dass der Film „Morgenland“ ein herausragendes Beispiel dafür ist, dass Menschen Hand in Hand Großartiges schaffen können. Das beginnt mit einem Film wie diesem. Und wenn viele es wollen, dann lässt sich so viel vorstellen, das als Wunschtraum beginnt und Realität werden kann. Für diese überzeugende Arbeit zeichnen wir den Film „Morgenland“ mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016 in der Kategorie Amateure aus."


Nominierung für den Sonderpreis für kulturelle Projekte mit Teilhabe geflüchteter Menschen 2016

 

Preisträger des Göttinger Friedenspreis 2016 der Stiftung Dr. Roland Röhl am 05.03.2016

NDR am 05.03.16: "Unerschrocken gegen Rechts": Friedenspreis verliehen 
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Überzeugt haben die Jury des Friedenspreises auch Göttinger Theatermacher: "Das Boat People Projekt" mache Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Geschichte zu Protagonisten - auch ohne Bühnenausbildung. In jeder Produktion untersuchten die Theaterschaffenden aufs Neue, wie sich die Gesellschaft durch Zuwanderung und Integration verändere, begründete die Stiftung ihre Wahl. "Wir waren sehr überrascht und dankbar, als wir von dem Preis erfahren haben", sagte Regisseurin Nina de la Chevallerie NDR 1 Niedersachsen. Mit Drehbuchautorin Luise Rist hat sie 2009 das "Boat People Projekt" gegründet.

GT am 05.03.16: Göttinger Friedenspreis verliehen - "Ehrung auch als ein Appell an uns alle":
"Dabei, so Wolfgang Vogt bei der Preisübergabe, sei selbst in dieser Zeit, in der "sich alles in einem Konfliktknäuel zusammendreht", die Orientierung ganz einfach: das Grundgesetz, Artikel eins, "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Und Carmen Barann von der Röhl-Stiftung zitierte: "Ein Freund ist ein Fremder, den man nur noch nicht kennt."

Unter diesem Motto sei das Boat People Projekt seit 2009 Ansprechpartner und Vertrauter für junge Menschen geworden und habe sich mit den Mitteln der Kunst der Sorgen und Nöte geflüchteter Menschen angenommen. Als "richtungsweisende Pionierarbeit" hat die Jury das Projekt bezeichnet, als "Projektionsfläche zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse" und schließlich als "intelligente Verknüpfung von Herz und Hirn" und "bedeutsamen Beitrag zu einer Kultur gelungener Integration". Dafür gab es den Friedenspreis 2016."

HNA am 06.03.16: Friedenspreis gegen Rassismus
"Auch Laudator Thomas Gebauer, Geschäftsführer des Vereins medico international, lobte die Preisträger in höchsten Tönen. „Indem sie Rassisten und Rechtsextremen die Stirn bieten und Migranten samt ihren Nöten eine Bühne geben, setzen sie Zeichen, an denen man nicht schnell vorbeikommt“, sagte Gebauer. „Sie zeigen, dass Fremdenfeindlichkeit und verquaste Weltbilder nicht hingenommen werden müssen und zwingen auf diese Weise auch diejenigen, die sich lieber raushalten wollen, sich selbst zu positionieren.“ Genau solche Vorbilder bräuchten offene Gesellschaften."

StadtRadio Göttingen am 07.03.16: 18. Göttinger Friedenspreis geht an das Boat People Projekt und Ehepaar Lohmeyer:
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In vielen Ländern der Welt herrscht Krieg. Viele Menschen müssen flüchten und ihnen wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Zahlreiche Hilfesuchende, zum Beispiel aus Syrien, Eritrea, Afghanistan oder dem Kosovo kommen nach Deutschland. Eine Menge Rechtspopulisten und Rechtsextreme nehmen diese Situation zum Anlass Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Umso wichtiger ist da der Göttinger Friedenspreis, der am Samstag verliehen wurde. Denn er möchte ein Zeichen gegen Krieg und für den Frieden setzen. "

Berichterstattung auf der Webseite des Göttinger Friedenspreises:
"Das Göttinger Freie Theater boat people projekt arbeitet mit wechselnden Ensembles zu den Themen Flucht und Migration, Heimat, Identität, Religionszugehörigkeit, Ausgrenzung, Vereinnahmung und Integration. In jeder Produktion untersuchen die Theatermachenden aufs Neue, was sich in unserer Gesellschaft durch die zunehmenden Diskussionen um Interkultur und Inklusion verändert hat. Geschichten und Perspektiven von Menschen, die von Flucht und Ausgrenzung betroffen sind, stehen im Mittelpunkt des Theaters. Die Theaterstücke erzählen konkrete Ereignisse und Geschichten von Flüchtenden. Eindrücklich ist insbesondere, wie Flüchtlinge selbst in die Produktionen und Aufführungen eingebunden werden. Die Stücke werden in verschiedenen Ensembles gemeinsam von Kunstschaffenden verschiedener Nationalitäten aus den Bereichen Schauspiel, Tanz, Musik und Video, sowie mit Überlebenskünstlern – Menschen, die keine Bühnenausbildung haben, die aber aufgrund ihrer Herkunft und ihrer Geschichte zu Protagonisten werden, erarbeitet."

 

Aschermittwoch der Künste am 10.02.2016 in der Göttinger St. Johannis Kirche

 

Hanns-Lilje-Stiftungspreis 2015: Freiheit und Verantwortung
Verleihung am 29.04.2015