Seit 2009 arbeiten wir als Freies Theater in Göttingen in verschiedenen Konstellationen schwerpunktmäßig zum Thema Flucht und Migration. Organisiert sind wir als Verein und Kollektiv.

Nachdem wir von 2015 -2018 im ehemaligen Institut für wissenschaftlichen Film (IWF) das das dortige Tonstudio als Theater genutzt haben sind wir nun umgezogen und eröffnen die neue Spielstätte WERKRAUM in der Stresemannstraße 24 c in Göttingen im Februar 2019. Der WERKRAUM bietet ebenso Platz für ca. 80 Zuschauende und liegt in der West-Stadt in Göttingen am Levinschen Park, mit dem Fahrrad vom Bahnhof sind es ca. 10 Minuten.

Inhaltlich beschäftigen wir uns nach wie vor mit gesellschaftspolitischen Themen und der Frage nach den Möglichkeiten von Politischem Theater. Wir streben nach umfassender Diversität sowohl im Programm, als auch in der Zusammensetzung der künstlerischen Teams und der Partner*innen in den Projekten.

Wir suchen gemeinsam nach Themen, Formen und Erzählstrategien um Theater heute für ein divers zusammengesetztes Publikum erlebbar zu machen.

Zudem bieten wir Beratung für emigrierte und geflüchtete professionelle Bühnenkünstler*innen an, wir teilen Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und bieten Zugang zu einem großen Netzwerk mit anderen Theatern, Gruppen und Institutionen.

Uns ist im Laufe der Zeit bewußt geworden, dass wir durch unsere Namensgebung Menschen labeln, mit denen wir arbeiten. Da wir das möglichst verhindern wollen, steht der Name aktuell zur Diskussion. Durch den zunehmenden Bekanntheitsgrad der Arbeit der Gruppe fällt eine radikale Änderung schwer. Der Prozeß um diese Frage ist noch nicht abgeschlossen. 

Die Finanzierung der Produktionen und Projekte erfolgt fast ausschließlich über Projektmittel, die jeweils beantragt werden z. Bsp. beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Fonds Darstellender Künste, Fonds Soziokultur, Bündnisse für Bildung - Kultur macht stark, LEADER, Auswärtiges Amt, Stiftung Niedersachsen, Landschaftsverband Südniedersachsen, Hanns Lilje Stiftung, Klosterkammer Hannover, Kulturstiftung Göttingen, Stadt Göttingen, KUNST e.V. und weitere.  Wir bekommen seit 2018 eine jährliche institutionelle Förderung der Stadt Göttingen, mit der wir die Miete der Spielstätte bezahlen. Außerdem werden wir unterstützt von EBR Projektentwicklung. 

Spenden an den Verein können auch gegen eine Spendenquittung entgegen genommen werden, Kontonummer des Vereins boat people projekt e.V. ist: DE 79 2605 0001 0056 067374.

Kooperationen finden je nach Projekt und Produktionen statt, aktuell arbeiten wir zusammen mit BONVENO, EBR Projektentwicklung, myworx/IFAS, Migrationszentrum Göttingen, Internationaler Bund, ERIK e.V., Heinrich Böll Stiftung Leben & Umwelt, Akademie Loccum, Institut für Kulturanthropologie & Philosophie der Universität Göttingen, PFH Private Hochschule Göttingen/Zentrum für Entrepreneurship, Internationale Händelfestspiele Göttingen, Felix-Klein Gymnasium, Geschwister Scholl Gesamtschule, Hainberg Gymnasium, Georg Lichtenberg Gesamtschule, IGS Bovenden, Deutsches Theater Göttingen, musa e.V./Interkulturelles Orchester, Bildwerfer, Staatstheater Hannover, Theater im Pavillon Hannover, LOT Theater Braunschweig, TAK Theater Berlin, Pfalzbau Ludwigshafen, VIER D in Dortmund, Theater Treibkraft Hamm, theatre action / Bordeaux, Umphithi theatre projects Pietermaritzburg (SA), Roxy/ Birsfelden, Schlachthaus Bern und weiteren.

Wir sind Mitglied im Landesverband Freier Theater in Niedersachsen (LaFT), Assitej e.V., Anna Lindh Foundation, KUNST e.V. Göttingen und Teil des neu gegründeten Netzwerks STRANGE(R) (AT) zwischen Collektive Ma´Louba / Theater Mühlheim an der Ruhr, Ruhrorter, Hajusom e.V., Maxim Gorki Theater Berlin, Open Border Ensemble der Münchner Kammerspiele.

Auszeichnungen: 2015 Initiativpreis der Hanns Lilje Stiftung, 2016 Göttinger Friedenspreis, 2018 Jahresumfrage der DEUTSCHEN BÜHNE: Besondere Leistung in der Rubrik FREIE THEATER. Nominiert waren wir 2016 für den Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe Geflüchteter vom BKM, 2017 für den George Tabori Preis des Fonds Darstellende Künste.